25.09.2015 – Kuze, Potsdam – Release your CD right now

Release your CD right now – 25.09.2015 – Kuze, Potsdam

„Der Karli übt tagein, tagaus, der Finger glüht, er lässt die Sau heraus.
Und er spielt mit seiner Band um ein Gulasch und ein Bier am Wochenend“

Dieses mittlerweile auch schon über 30 Jahre alte austropopkulturelle Zitat beschreibt tatsächlich ziemlich gut, was wir in den letzten Wochen so getrieben haben. Abgesehen von zwei Punkten: Karli heißt bei uns (unmittelbar) keiner in der Band und Gulasch war weit und breit nicht in Sicht, da das Catering beider Abende vegetarisch bzw. vegan war. Aber wir haben uns wirklich lange und intensiv auf unsere heißersehnten CD-Release-Konzerte vorbereitet und das Ganze nicht für schnöden Mammon, sondern für eine warme Mahlzeit und warme Herzen. Beides hat vorzüglich geklappt. Aber wollen wir von vorn beginnen.

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Von langer, von sehr langer, Hand geplant war nun also endlich die Veröffentlichung unserer CD herangerückt. Da das Equipment schon Vortags in den Saal gebracht wurde, hatten wir einen sehr entspannten und geschmeidigen Start. Natürlich fragten wir uns, ob durch Mundpropaganda, schön gestaltete Flyer, nächtliche Plakataktionen und nicht zuletzt gute Presse in Monats- und Tagesblättern ein paar Musikfreunde ins Kuze gelockt werden. Hat geklappt, Hof und Tanzparkett waren proppenvoll. Wobei sich die Frage stellt, was eigentlich ein „Proppen“ ist. Randvoll leuchtet rein vom Wort her schneller ein. Sei’s drum.
Unsere Kollegen von New Meat (die eigentlich garnicht so heißen, sondern Downhill Willows und deren provisorischer Name, wie man mir sagte, in Eberswalde womöglich einige Veganer vom Kommen abgeschreckt haben könnte) haben sich erstmal warmgejammt und dann einen hervorragenden Opener hingelegt.

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Wir haben uns ja Gedanken gemacht und daher mit einem schönen Meeresrauschen unsere Musik eingeleitet. Weiß bloß keiner, weil alle noch draußen Klönen waren. Aber kräftiges Einzählen des ersten Songs hat tatsächlich mit Sekundenwirkung die Menschen hineingelockt, als wenn jemand „Freibier“ oder „Bananen“ gerufen hätte. Tja, und dann gings los. Mit zwei funkelnigelnagelneuen Songs im Gepäck und einer weiteren Weltpremiere: Gerissene Saiten, sogar am Bass. Doch Marcel wäre nicht Marcel, wenn er nicht souverän, ohne auch nur dran zu denken, mit der Wimper zu zucken, einfach durchgezogen hätte. Ein Stinkefinger ins Gesicht des Fehlerteufels.
Tja, und dann wars auch schon wieder vorbei. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes unseres Spontan-Merchandisers Henning sind einige CDs und T-Shirts in Premiumqualität über den Ladentisch gegangen. Man kann sich nur bedanken. Ein großer Abend, der seinesgleichen suchen wird.